Wahlumfragen

„Wen würden Sie wählen, wenn nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“

Die Sonntagsfrage liefert eine Einschätzung der Wahlabsicht in der Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Streng genommen liefern Wahlumfragen also keine Prognosen des Wahlausgangs, sondern lediglich eine Momentaufnahme der öffentlichen Meinung. Nichtsdestotrotz werden Umfrageergebnisse regelmäßig als Vorhersagen für den Wahlausgang interpretiert.

Die Qualität von Umfrageergebnissen ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie beispielsweise der Zusammensetzung der Stichprobe, Nicht- oder falscher Beantwortung von Fragen, sowie Messfehlern. Dies kann dazu führen, dass die Ergebnisse von Umfragen unterschiedlicher Institute, welche im gleichen Zeitraum durchgeführt wurden, hohe Schwankungen aufweisen. Grundsätzlich ist es daher ratsam, den Ergebnissen einer einzelnen Umfrage mit Skepsis entgegen zu treten, insbesondere wenn die Ergebnisse extrem und unerwartet erscheinen.

Ein einfacher Weg, die Zuverlässigkeit von Umfragen zu erhöhen, ist es, Umfrageergebnisse zu aggregieren. So existieren in den USA schon seit einigen Jahren eine Reihe von Umfrageaggregatoren, welche Umfrageergebnisse verschiedener Institute nach unterschiedlichen Regeln miteinander kombinieren. Zu den bekannteren Diensten zählen RealClearPolitics und Pollster.

Erfreulicherweise gewinnen derartige Dienste auch in Deutschland an Bedeutung und Webseiten wie Wahlumfrage.de und pollytix haben damit begonnen, Umfrageergebnisse nach unterschiedlichen, vorab definierten Regeln, zu kombinieren. PollyVote bedient sich den jeweils aktuellsten Werten dieser Umfrageaggregatoren und berechnen daraus den einfachen Mittelwert. Das Ergebnis ist Polly’s Umfragekomponente, welche als einer von vier Faktoren in die PollyVote-Prognose eingeht.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Prognosen der verfügbaren Dienste, sowie deren ungewichteten Durchschnitt, Polly’s Umfragekomponente.